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	<title>Imkerverein Havixbeck</title>
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		<title>Das Münsterland soll summen</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Feb 2012 20:58:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>werner-gerdes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Münsterland soll summen
Schnupperkursus Imkerei am Samstag 17. März
 Die Imkerinnen und Imker der Region freuen sich auf den nahenden Frühling, wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen zahlreiche Bienen zum Reinigungsflug aus ihrem Stock locken. Auch der Anblick einer Biene auf einem Schneeglöckchen oder Krokus lässt nicht nur das Imkerherz höher schlagen.
Diese schöne Jahreszeit nimmt Werner Gerdes, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Das Münsterland soll summen</h1>
<p align="center"><strong>Schnupperkursus Imkerei am Samstag 17. März</strong></p>
<p> Die Imkerinnen und Imker der Region freuen sich auf den nahenden Frühling, wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen zahlreiche Bienen zum Reinigungsflug aus ihrem Stock locken. Auch der Anblick einer Biene auf einem Schneeglöckchen oder Krokus lässt nicht nur das Imkerherz höher schlagen.</p>
<p>Diese schöne Jahreszeit nimmt Werner Gerdes, Vorsitzender des Imkervereins Havixbeck und Umgebung e. V., mit seinen Kollegen Eugen Wend-Erdel und Klaus Lülff zum Anlass, zu einem Schnupperkursus Imkerei am Samstag, dem 17. März von 9.00 bis 17:00 Uhr im Heimathaus &#8220;Kittchen&#8221; in Altenberge einzuladen. Der Schnuppertag richtet sich an Erwachsene und auch an Jugendliche der Region, die sich für die Imkerei und Naturschutz interessieren und Bienen für faszinierende Insekten halten.</p>
<p>Es wird über die Arbeit des Imkers mit Anschauungsmaterial wie Bienenbeute, Smoker, Stockmeißel und Imkerbekleidung referiert, die Natur der Biene anhand vieler Fotos demonstriert und der Tag mit verschiedenen Honigsorten zum Probieren versüßt.</p>
<p>Falls der Schnuppertag Ihr Interesse an der Imkerei als neue Freizeitgestaltung geweckt hat, wird der Verein auch 2012 eine praktische  Ausbildung anbieten. Die praktischen Kenntnisse werden von „Imkerpaten“ vermittelt, die sich um die neuen &#8220;Azubis&#8221; kümmern und ihnen ein wenig Praxis-Sicherheit zu Beginn bieten. Es haben sich schon jetzt sieben erfahrene Imker bereit erklärt, eine Jungimker-Patenschaft zu übernehmen. Mit einem regelmäßigen Ausbildungsangebot sollen neue Imker gewonnen und somit dem Bienensterben ein Stück weit begegnet werden. Der Schnuppertag ist kostenlos &#8211; der gemeinnützige Verein freut sich jedoch über eine kleine Spende. (Kaffee und Kaltgetränke gibt es außerdem zum Selbstkostenpreis.</p>
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		<title>Umsetzen von Völkern von Deutsch-Normal-Maß DNM auf Dadant nach Bruder Adam.</title>
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		<pubDate>Sun, 08 May 2011 15:46:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>werner-gerdes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Umsetzen von Völkern
von Deutsch-Normal-Maß DNM auf Dadant nach Bruder Adam.
Erfahrungsbericht von Dominik Maas

Wer schon Bienenvölker besitzt und sich neue Beuten mit anderem Rähmchenmaß zulegen möchte, steht häufig vor dem Problem, wie er die Bienen und die Brut von der einen Behausung in die andere bekommt.
Da Dadant, verglichen mit DNM viel größer ist, könnte die Brut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Umsetzen von Völkern</h1>
<p><strong>von Deutsch-Normal-Maß DNM auf Dadant nach Bruder Adam.</strong></p>
<p><strong>Erfahrungsbericht von Dominik Maas<br />
</strong><br />
Wer schon Bienenvölker besitzt und sich neue Beuten mit anderem Rähmchenmaß zulegen möchte, steht häufig vor dem Problem, wie er die Bienen und die Brut von der einen Behausung in die andere bekommt.</p>
<p>Da Dadant, verglichen mit DNM viel größer ist, könnte die Brut ausgeschnitten und umgehängt werden, diese Arbeit ist jedoch lästig und führt unweigerlich auch zur zerdrückter Brut. Der Vorteil, das Bienenvolk verliert kein Brutstadium und in einem Rutsch ist alles erledigt. Ist das Brutnest jedoch sogar auf zwei Zargen ausgedehnt, wird es unmöglich 13-15 Waben in einem Dadant-Brutraum umzusiedeln.</p>
<p>Zwei andere Verfahren will ich hier kurz beschreiben, bei denen auch Anfänger wenig Probleme haben sollten.</p>
<p> <strong>1. &#8220;Kunstschwarm&#8221; Verfahren bei jedem Wabenmaß anwendbar.</strong></p>
<p>Was wird gebraucht?<br />
- für jedes Volk eine Dadant-Beute (Brutraum, Bodenbrett, Innendeckel, Deckel und Anflugbrett)<br />
- 5-7 Brutraumrähmchen mit Mittelwänden<br />
- Wassersprüher<br />
- Federkiel oder Handbesen<br />
- Iltis oder Zusetzer alternativ kann auch eine Streichholzschachtel genommen werden.</p>
<p><strong>Durchführung:</strong></p>
<p>Aus der alten Beute sucht man sich die Königin, ist diese gefunden wird sie in dem Iltis oder einem ähnlichen bienenfreundlichen Gefäß festgesetzt. Am Besten kann man den Iltis schon zwischen zwei Waben in die Gasse hängen, so geht sie nicht verloren.</p>
<p>Nun werden die Waben der alten Kiste genommen und einzeln mit Wasser besprüht und in die Dadantkiste abgefegt. Das Sprühen hilft, dass die Bienen nicht wieder stark auffliegen und man sich mitten in einer Bienenwolke wiederfindet. Da noch Brut in der alten Kiste vorhanden ist, sollten nicht alle Waben abgefegt werden, sondern so viele Bienen in der alten verbleiben, dass noch Brut gepflegt werden kann.</p>
<p>Die alte Königin kann danach einfach in die Kiste sofort freigelassen werden. Die alte Kiste wird ca. 2 Meter entfernt aufgestellt und die neue Dadant-Beute kommt an die alte Stellte. Alle Flugbienen werden sich so auf die Beute einfliegen. Wenn eine Trachtlücke erwartet wird, sollte dieser &#8220;Kunstschwarm&#8221; mit dünnflüssigem Zuckerwasser gefüttert werden. Die Bienen werden die Waben schnell ausbauen und die alte Königin fängt mit dem legen an.</p>
<p>Nach 8 Tagen werden wieder Bienen der alten Beute vor dem Flugloch der Dadant-Beute gefegt. Die Bienen betteln sich ein und verstärkten das Volk. Gleichzeitig können alle Weiselzellen herausgebrochen werden, wir wollen die Bienen ja umsiedeln und keine neue Königin in der alten Beute. Nach 8 Tagen können die letzten Bienen aus der Beute herausgefegt werden, so fern die komplette Brut ausgelaufen ist. Anschließend ist das Volk umgesiedelt.</p>
<p>Der Vorteil dieser Methode:</p>
<p>- Egal welches Rähmchen-Maß zuvor genommen wurde, es kann ein Volk auf Dadant umgesiedelt werden.</p>
<p>- effektive Methode, die zu jederzeit vom Frühjahr (April bis August) durchgeführt werden kann.</p>
<p>- wenn gewollt kann sogar die Königin ausgetauscht werden. Dann sollte der Iltis genommen werden und mittels Futterteig zum Ausfressen verschlossen werden.</p>
<p>Nachteil:</p>
<p>- Die Harmonie im Volk wird gestört.</p>
<p>- es bedarf einiger Schritte und imkerliche Handgriffe.</p>
<p> </p>
<p><strong>2. Verfahren bei Segebergerbeuten aus Plastik (Schaumstoff)</strong></p>
<p>Was wird gebraucht?</p>
<p>- natürlich eine Dadant-Beute für jedes umzusiedelne Volk</p>
<p>- ein Absperrgitter</p>
<p>- Dadant Brutraumrähmchen mit eingelöteten Mittelwänden, für den Anfang 5-6 Waben (nicht vergessen im Herbst braucht man natürlich Rähmchen um die zwölf voll zu machen. </p>
<p><strong>Durchführung:</strong></p>
<p>Am Besten funktioniert dieses Verfahren im März, April. </p>
<p>Die Dadant Beute nach Bruder Adam passt auf eine Segeberger Plastik Beute mit Falz. So wird jedem Segeberger Volk einfach ein Brutraum mit 5-6 eingelöteten Rähmchen aufgesetzt. Das Absperrgitter wird nicht zwischen den beiden Zargen gesetzt. Nun muss gewartet werden, bis dieser Raum von den Bienen angenommen wird. Einfach ist das, wenn Anstelle eines Honigraums, der dann abgeschleudert wird, der Brutraum aufgesetzt wird und noch etwas Tracht zu erwarten ist. So bauen die Bienen schnell die Mittelwände aus und lagern etwas Honig ein.</p>
<p>Nach einer oder maximal zwei Wochen kann nun der Brutraum des Dadant-Volks kontrolliert werden. Vielleicht ist die Königin schon in diesen Raum gezogen und hat Eier gelegt. Ist dies der Fall und die Königin läuft auf einer Wabe umher kann ein Absperrgitter zwischen Segeberger und Dadant-Zarge gelegt werden und die Beute verschlossen werden. Jede Woche kann nun kurz kontrolliert werden, ob die Königin etwas mehr Platz braucht und eine Wabe hinzugehängt werden.</p>
<p>Ist die Königin noch nicht im oberen Brutraum angekommen, aber die Waben sind schon einigermaßen ausgebaut, muss nun die Königin in der Segeberger Beute gesucht werden und in die Dadant-Beute gesetzt werden.. Das kann mitunter lange dauern.</p>
<p>Nach weiteren 24 Tagen sind alle Bienen aus den unteren Segeberger Zargen geschlüpft und meist sind die Waben komplett leer. So können sie entfernt werden und eingeschmolzen werden.</p>
<p>Vorteil dieser Methode:</p>
<p>- Weniger Arbeit wenn die Königin von alleine in den Brutraum zieht.</p>
<p>- Die Harmonie des Volks wird nicht beeinträchtig</p>
<p>- Honig kann von so einem Volk ohne Verluste gewonnen werden.</p>
<p>Nachteil:</p>
<p>- Funktioniert nur mit Segeberger Plastik Beuten.</p>
<p>- Nicht erfolgreich wenn eine Massentracht gleichzeitig eingesetzt hat, dann wird meist Honig eingelagert.</p>
<p>So ich hoffe, dass dies alles verständlich geschrieben wurde. Vielleicht hilft es ja einigen  Imkerinnen und Imkern ihre Deutsch-Normal Kisten endlich loszuwerden.</p>
<p><strong>Dominik Maas</strong></p>
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		<title>Bericht über die Hauptversammlung 2011  WN vom 10.02.2011</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Feb 2011 23:59:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>werner-gerdes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[WN vom 10.02.2011
Arbeit des Vorstand neu verteilt. 
Der Imkerverein – Havixbeck und Umgebung e.V.- hielt am Dienstag 01.02.2011 im Hotel Beumer seine diesjährige Hauptversammlung ab. 
Der Vorsitzende Werner Gerdes konnte 27 Imkerinnen und Imker begrüßen.
Als erstes wurden 15 neue Imkerinnen und Imker als Neumitglieder, die im vergangenen Jahr mit der Imkerei begonnen hatten der Versammlung vorgestellt.
Durch diesen erneut großen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>WN vom 10.02.2011</p>
<h1>Arbeit des Vorstand neu verteilt. </h1>
<p>Der Imkerverein – Havixbeck und Umgebung e.V.- hielt am Dienstag 01.02.2011 im Hotel Beumer seine diesjährige Hauptversammlung ab. </p>
<p>Der Vorsitzende Werner Gerdes konnte 27 Imkerinnen und Imker begrüßen.<br />
Als erstes wurden 15 neue Imkerinnen und Imker als Neumitglieder, die im vergangenen Jahr mit der Imkerei begonnen hatten der Versammlung vorgestellt.</p>
<p>Durch diesen erneut großen Zuwachs steigt die Zahl der Mitglieder auf 57.</p>
<p>Davon sind 50 aktive Imker/Innen die zusammen etwa 350 Bienenvölker betreuen. 7 Imker nehmen zwar am Vereinsleben teil, halten jedoch selbst keine Bienenvölker mehr. </p>
<p><strong>Durch den Zustrom der Neumitglieder</strong> wird nicht nur die in den letzten Jahren sehr intensive Werbung und Ausbildung neuer Imker belohnt, auch der Name des Vereins „Havixbeck und Umgebung e.V. bestätigt sich wiederum. Die frisch ausgebildeten Imker/Innen stammen zum großen Teil nicht direkt aus Havixbeck sondern auch aus den umliegenden Gemeinden Billerbeck, Nottuln, Senden, Münster und Dülmen, Rosendahl und Altenberge in denen zum Teil kein eigener Verein existiert. <br />
So wurden von den erfahrenen Mitgliedern Werner Gerdes und Eugen Wend-Erdel, die beide Referenten des „Landesverbandes Westfälischer und Lippischer Imker“ sind  12 Imker/Innen ausgebildet. <br />
Das neue Konzept der Imkerausbildung hat sich in der Anwendung bewährt. Danach wird im zeitigen Frühjahr ein ganztägiger „Schnupperkurs“ angeboten. In diesem Kurs werden den Interessenten die theoretischen Grundlagen der Bienenhaltung vermittelt.<br />
Die angehenden Imkerinnen und Imker die sich entschlossen haben nach dem Schnupperkurs Mitglied des Imkervereins zu werden nahmen dann an 7 Nachmittagen an der praktischen Ausbildung teil.<br />
Bei den Arbeiten direkt am Bienenvolk lernten die Teilnehmer/Innen sämtliche Arbeiten eines Imkers kennen. Zum Schluss konnten die Teilnehmer im Herbst einen selbst erstellten Ableger, den sie im Laufe des Kurses zu stattlichenVölkern ausgebaut hatten voller Stolz mit nach Hause nehmen. </p>
<p><strong>Die positive finanzielle Lage des Vereins</strong> stellte der Kassenwart Werner Ahmann dar.<br />
Die Kassenprüfer Klaus Lüllf und Stefanie Müller beantragten daraufhin die Entlastung des Vorstandes. </p>
<p><strong>Durch die steigende Mitgliederzahl war es erforderlich die Arbeit des Vorstandes neu zu verteilen.<br />
</strong>Neuer stellvertretender Vorsitzender ist Mike Gerdes.<br />
Als Schriftführerin stellte sich Christina Badinski zur Verfügung. Sie übernimmt zusätzlich die Mitgliederverwaltung.<br />
Als Obmann für Schulung gehört Eugen Wend-Erdel weiterhin dem Vorstand an.<br />
Gerätewart ist Joucef Bouabdallah. Er ist zuständig für Verwaltung und Lagerung der vereinseigenen Gerätschaften. </p>
<p><strong>Neu ist für den Verein auch die Mitgliedschaft einer ganzen Schule</strong>.</p>
<p>Als Lehrer an der Verbundschule Legden-Rosendahl unterhält Klaus Lüllf dort eine Bienen AG.<br />
Um die Teilnehmer an dieser AG versicherungstechnisch zu versorgen ist die Schule als Mitglied des Vereins rechtlich abgesichert.<br />
Um dieses erfolgreiche Engagement zu unterstützen wird der Verein eine komplette Honigschleuderanlage zur Verfügung stellen. Im Bedarfsfall können diese Geräte dann auch von allen Mitgliedern genutzt werden. </p>
<p><strong>Besonders hinweisen möchte der Verein schon jetzt auf den diesjährigen „Schnupperkurs“ am 12.März.<br />
</strong>Veranstaltungsort ist in diesem Jahr das Heimathaus „Kittchen“ in Altenberge.<br />
Die Teilnahme ist kostenlos und nicht an eine Vereinszugehörigkeit gebunden.<br />
Referenten dieser durch eine umfangreiche und kurzweilige Power-Point Präsentation unterstützten Schulung sind Eugen Wend-Erdel, Klaus Lüllf und Werner Gerdes.</p>
<p><strong>Hierzu ist eine Anmeldung erforderlich</strong>. (unter-Kontakt)<br />
Einzelheiten sind unter <a href="http://www.imkerverein-havixbeck.de/">www.imkerverein-havixbeck.de</a> zu erfahren. <br />
<strong>Der Internetauftritt</strong> wurde von der Versammlung besonders positiv bewertet. Es wurde bekannt, dass ein großer Teil der neuen Mitglieder durch das Internett auf den Imkerverein Havixbeck aufmerksam wurde und sich dann auch für eine Mitgliedschaft entschlossen hat.</p>
<p> <strong>Ein Höhepunkt dieses Jahres</strong> wird der 11. Havixbecker Imkertag am 27.März im Gasthaus Overwaul. Als Referent konnte Imkermeister Hans Beer aus Heideck gewonnen werden. Er steht für viele Innovationen, insbesondere im Bereich der Bienenzucht und Völkerführung, die die traditionell überlieferten Ansichten und Betriebsweisen dringend nötig haben. Zu dieser weit über das Münsterland hinaus fest etablierten Veranstaltung jeweils am letzten Sonntag im März werden wiederum über 100 Imkerinnen und Imker erwartet. </p>
<p><strong>Um auch in Zukunft Bienenvölker mit bester Abstammung</strong> für alle Mitglieder zur Verfügung zu haben wurde zum Schluss der Versammlung noch der Bedarf an geprüften Zuchtköniginnen ermittelt. Die Königinnen werden von Werner Gerdes gezogen und vorgeprüft. Die Kosten dieser Königinnen werden zur Hälfte vom Imkerverein übernommen.</p>
<p><strong>Zum Abschluss der Versammlung</strong> gab der Vorsitzende Werner Gerdes noch einen Überblick der insgesamt 20 Veranstaltungen des Imkervereins im Jahr 2011.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Hinweis zu den Monatsbetrachtungen</title>
		<link>http://web403.cyberwebserver-17.de/wpmu/2010/12/10/1733/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Dec 2010 21:07:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>werner-gerdes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Monatsbetrachtungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Betriebsweise:   einräumiger Brutraum mit großen Waben:
Dadant modifiziert nach Bruder Adam&#8212;1½ Normalmaß&#8212;1½ Zander
Diese Betriebsweise ist von den meisten Imkerinnen und Imkern unseres Vereins übernommen worden.
In der Grundausbildung für angehende Imkerinnen und Imker, die Mitglied unseres Vereins werden, wird diese Betriebsweise als Standard weitergegeben.
Der große Zuspruch bei den Anfängern, die sich auch bei anderen Imkervereinen informieren, bestätigt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Betriebsweise:   einräumiger Brutraum mit großen Waben:</strong></p>
<p>Dadant modifiziert nach Bruder Adam&#8212;1½ Normalmaß&#8212;1½ Zander</p>
<p>Diese Betriebsweise ist von den meisten Imkerinnen und Imkern unseres Vereins übernommen worden.</p>
<p>In der Grundausbildung für angehende Imkerinnen und Imker, die Mitglied unseres Vereins werden, wird diese Betriebsweise als Standard weitergegeben.</p>
<p>Der große Zuspruch bei den Anfängern, die sich auch bei anderen Imkervereinen informieren, bestätigt unsere Bemühungen um eine moderne, zeitgerechte und den Bedürfnissen der Bienen angepasste Betriebsweise.</p>
<p>Ich selbst hatte Gelegenheiten in vielen Vorträgen bei Imkervereinen und Verbänden, unter anderem im Deutschen Bienenmuseum in Weimar, meine Erfahrung mit dieser Art der Imkerei weiter zu geben.</p>
<p>Die Betriebsweise  wurde in ihren Grundzügen von Bruder Adam aus dem Kloster Buckfast übernommen, ist in vielen Publikationen veröffentlicht, und müsste daher eigentlich nicht im Detail erklärt werden. Sie beschränkt sich neben Bauerneuerung und Umweiselung  im Wesentlichen, wie Br. Adam es in seinen Vorträgen zusammenfasste, auf folgende Aussagen.</p>
<ul>
<li><strong></strong><strong><em>„eine bestmögliche Pflege und Überwachung der Ertragsvölker“<br />
</em></strong></li>
<li><strong><em></em></strong><strong><em>Die Leistungskraft des Bienenvolkes darf durch Maßnahmen des Imkers nicht geschwächt werden.“<br />
</em></strong></li>
<li><strong><em>„Schwarmverhinderung soll in erster Linie durch züchterische Maßnahmen betrieben werden</em>“<br />
</strong></li>
</ul>
<p><strong></strong>Um wirtschaftlich erfolgreich imkern zu können gelten für mich folgende Grundsätze:</p>
<ul>
<li><strong>Kein</strong>Schröpfen der Bienenmasse (die Bienen werden für spätere Trachten gebraucht)</li>
<li><strong>Keine</strong>Brutdistanzierung, (der Bien wird zerrissen und die Harmonie im Volk ist für Wochen gestört).</li>
<li><strong>Keine </strong>Ablegerbildung im üblichen Sinne. (die Bienen werden für spätere Trachten gebraucht. Jungvölker werden nach der letzten Schleuderung durch Kunstschwärme erstellt)</li>
<li><strong>Kein</strong>Wabenwechsel zwischen Brut- und Honigraum (somit auch keine Ernte aus Waben, die  Rückstände von Varroa Behandlungsmitteln enthalten können, davon später mehr).</li>
<li><strong>Keine</strong>Ernte aus bebrüteten Waben (Der Honig schmeckt einfach besser)</li>
</ul>
<p>Bereits mein Vater, Schwiegervater und mir bekannte Berufsimker arbeiteten seit den 1950er Jahren mit so genannten Trogbeuten. Der Brutraum fasste 16 Waben im Kaltbau und war mit dem Boden fest verbunden. Die gesamte Wabenfläche entsprach dem des heutigen 12er Dadant System. Die Größe des Brutraums wurde dabei schon immer mit einem Schied (damals eine Strohplatte) an die jeweiligen Bedürfnisse des Biens angepasst.</p>
<p>Der Honigraum war mit halb hohen Dickwaben ausgerüstet. Es wurde ohne Absperrgitter gearbeitet.</p>
<p>In alten Bienenzeitungen aus den Jahren 1948-1950 wurde die flächendeckende Einführung einer Einheitsbeute diskutiert. Schon damals war das Dadant System im Gespräch.</p>
<p>Da man aber keine Biene hatte, die diese „große“ Beute füllen würde, ersann man das unselige <strong>„Deutsch Normal Maß“,</strong> ein errechneter Durchschnitt aller damals gebräuchlichen Rähmchenmaße.</p>
<p>Das entsprach den damaligen Vorstellungen der Verantwortlichen (deutsch-normal-einheitlich, wie es während  der „braunen“ Vergangenheit propagiert wurde).</p>
<p>Leider entsprach es den Ansprüchen des Biens an eine artgerechte Wohnung überhaupt nicht.</p>
<p>Die größte Lüge dieses Systems ist daher sein Name. <strong><span style="text-decoration: underline">Es ist nicht normal.</span></strong></p>
<p>Meine endgültige Entscheidung für das Dadant System fiel nach der Beobachtung eines starken Bienenschwarms der unter einem Dachüberstand im Freien seine Waben baute. Es waren nicht viele kleine sondern nur 6 <strong>sehr große</strong>Waben.</p>
<p>Havixbeck März 2010</p>
<p><strong><em>Werner Gerdes</em></strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Januar:   Ruhe für Bienen und Imker</title>
		<link>http://web403.cyberwebserver-17.de/wpmu/2010/12/09/januar-ruhe-fur-bienen-und-imker/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Dec 2010 11:34:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>werner-gerdes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Monatsbetrachtungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Januar:   Ruhe für Bienen und Imker
Der Januar ist auch bei uns der klassische Wintermonat. Die Temperaturen schwanken allerdings oft erheblich. So können sich Minusgrade bis -15° im gleichen Monat mit „warmen“ +5-10° abwechseln. Hinzu kommen oft erhebliche Niederschläge die auch mal bis  40 cm Schnee bringen. 
Winterruhe
 letzte Gelegenheit zur Varroa &#8211; Reduzierung
In der Regel ist Anfang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1><a href="http://web403.cyberwebserver-17.de/wpmu/files/2011/02/IMG_0069.JPG">Januar</a>:   Ruhe für Bienen und Imker</h1>
<p>Der Januar ist auch bei uns der klassische Wintermonat. Die Temperaturen schwanken allerdings oft erheblich. So können sich Minusgrade bis -15° im gleichen Monat mit „warmen“ +5-10° abwechseln. Hinzu kommen oft erhebliche Niederschläge die auch mal bis  40 cm Schnee bringen. </p>
<p><div class="wp-caption aligncenter" style="width: 324px"><img src="http://web403.cyberwebserver-17.de/wpmu/files/2011/02/IMG_0069-150x150.jpg" alt="" width="314" height="282" /><p class="wp-caption-text">Winterruhe</p></div></p>
<h4> letzte Gelegenheit zur Varroa &#8211; Reduzierung</h4>
<p>In der Regel ist Anfang Januar noch Gelegenheit den Varroa Befall zu reduzieren, da die Völker noch keine verdeckelte Brut haben, in der sich die Varroa bereits wieder vermehren könnte und sich dadurch einer Vernichtung entzieht. Auf die Varroa Reduzierung möchte ich im Rahmen der Monatsbetrachtung nicht näher eingehen. Sie unterscheidet sich weder durch Beutensysteme noch Betriebsweisen. Darum verweise ich bei allen Fragen zur Varroa Reduzierung auf die Broschüre „Varroa unter Kontrolle“. Diese Broschüre gibt Antwort auf alle Fragen, die sich zur Varroa Problematik ergeben. Unter folgendem Link kann diese Broschüre als PDF Datei herunter geladen werden:   <a href="http://www.apis-ev.de/uploads/media/SHVarroa.pdf">www.apis-ev.de/uploads/media/SHVarroa.pdf</a></p>
<h4>offener Gitterboden</h4>
<p><div id="attachment_1929" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-1929" title="IMG_0015" src="http://web403.cyberwebserver-17.de/wpmu/files/2011/02/IMG_0015-300x225.jpg" alt="Wintertraube - Kuscheln hält warm" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Wintertraube - Kuscheln hält warm</p></div></p>
<p>Relativ gleichmäßige Temperaturen schaden den Bienen überhaupt nicht. Die Bienen kuscheln sich in der Wintertraube eng zusammen und halten im Kern Temperaturen von etwa 20°. Um einem zu frühen Brutansatz vorzubeugen überwintere ich alle Völker mit offenem Gitterboden. Ich vermeide jedes warme Einpacken der Völker. Die Bienen sind von Natur aus einen nach unten offenen Nestplatz gewöhnt. Die Bienen heizen ja nicht Ihren Platz an dem sie Ihr Nest gebaut haben, von Natur aus etwa eine Felsspalte, einen Überhang oder einen hohlen Baum, sondern sie bilden eine Kugel mit möglichst kleiner Oberfläche und heizen nur das innere dieser Kugel. Die außen sitzenden Bienen, die diese Kugel mit ihren Körpern isolieren wechseln stetig mit den innen sitzenden Heizbienen.<br />
Auch vom hygienischen Standpunkt ist ein Gitterboden erheblich günstiger. Es gibt keine Schimmelbildung da es immer trocken ist. Die Überwinterung verläuft ruhiger und die Völker kommen vitaler ins Frühjahr.</p>
<h4>Start des Brutgeschäftes – Futterversorgung</h4>
<p>Bei größeren Wärmeperioden steigern die Völker den Brutumfang, während bei gleichmäßiger Temperatur erst Mitte Januar die ersten Brutzellen gepflegt werden. <br />
Sobald die erste Brut gepflegt wird steigt im Innern der Wintertraube die Temperatur auf 35° an. Dies führt zu einem erhöhten Futterverbrauch, da die Bienen Wärme durch Zittern mit der Flugmuskulatur bei abgekoppelten Flügeln erzeugen und dafür Energie in Form von Kohlenhydraten brauchen.<br />
Die Bienentraube wandert auf den Waben langsam dem noch vorhandenem Futter hinterher. Bei erneuten Kälteeinbrüchen verbleibt die Traube allerdings zum Schutz der schon vorhandenen Brut um dieses Nest und kann den Anschluss an das Futter verlieren. Das Volk würde dann trotz ausreichender Futtervorräte verhungern.<br />
Um solchen Schäden vorzubeugen schaue ich bereits Ende Januar kurz unter den Deckel um zu sehen wo die Bienentraube sitzt und wo das Futter ist. Sollte das Volk an einer Seite im Stock sitzen und das Futter auf der anderen Seite, entnehme ich eine entfernte Futterwabe und stelle diese direkt an die Bienen. So habe ich ohne die Bienen groß zu stören einem eventuellen Hungertod vorgebeugt. Drohende Gefahren in diesem Zusammenhang können schon bei der Varroa Reduzierung gesehen und eventuell bereits korrigiert werden.</p>
<h4>Keine falsche Rücksicht</h4>
<p>In diesem Zusammenhang möchte ich alle ermuntern dringend erforderliche Maßnahmen auch zu ungünstigen Jahreszeiten durchzuführen. Jede Störung der Winterruhe führt zwar zu einem gewissen Verlust durch Verletzungen, Verkühlen, und Unruhe mit erhöhtem Futterverbrauch und dessen Folgen wie Abkoten im Stock, Nosema und anderen Krankheiten. Dies führt immer zu einer Schwächung des Volkes, ist aber trotz allem besser als ein kompletter Ausfall z. B. durch Verhungern trotz vorhandenem Futter.</p>
<h4>ungebetene Gäste</h4>
<p>Am Bienenstand selbst sind außer Kontrollen  keine weiteren Arbeiten erforderlich. Selbst eingeschneite Beuten sind Dank des offenen Gitterbodens für die Bienen kein Problem. Die Fluglöcher bleiben bei mir immer offen. Durch die Bauart des Bodens ergibt sich bei meinen Beuten ein max. 8 mm hoher Flugschlitz, durch den kein anders Getier wie etwa Mäuse in die Beute gelangen können.</p>
<h4> Arbeiten im Januar zusammengefasst:</h4>
<ul>
<li>Standkontrollen</li>
<li>Eventuell noch Varroa Reduzierung</li>
<li>Bei Ungewissheit Futterkontrolle</li>
<li>Instandhalten von Gerätschaften</li>
<li>Weiterbildung und Planung für die kommende Saison</li>
</ul>
<h3> </h3>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Februar &#8211; ist der Winter vorbei?</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Dec 2010 20:50:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>werner-gerdes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Monatsbetrachtungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Monatshinweis von Werner Gerdes
Arbeiten im Februar
Ist der Winter vorbei?
In der Regel findet im Februar der erste Reinigungsflug statt. Damit haben die Bienen ihre Überwinterung in der Regel abgeschlossen.
Die erste Brut wird wieder gepflegt und bei entsprechender Erwärmung der Natur löst sich die Wintertraube auf.
Die Kotblase ist prall gefüllt und die Bienen müssen sich entleeren. Bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Monatshinweis von Werner Gerdes</p>
<h1>Arbeiten im Februar</h1>
<p><strong>Ist der Winter vorbei?</strong></p>
<p>In der Regel findet im Februar der erste Reinigungsflug statt. Damit haben die Bienen ihre Überwinterung in der Regel abgeschlossen.</p>
<p>Die erste Brut wird wieder gepflegt und bei entsprechender Erwärmung der Natur löst sich die Wintertraube auf.</p>
<p>Die Kotblase ist prall gefüllt und die Bienen müssen sich entleeren. Bei günstigen Bedingungen erledigen die Bienen ihr „Geschäft“ beim ersten Reinigungsflug. Es kann jedoch auch passieren , dass die Bienen das Flugloch und die Front der Beute stark verkoten. Das sieht zwar nicht schön aus ist aber für den Bien weniger tragisch.</p>
<p>Schlimmer ist es, wenn aus den verschiedensten Gründen die Bienen innerhalb der Beute und auf den Waben abkoten. Völker, deren Waben stark verschmutzt sind, müssen vom Stand entfernt werden. Sie sind nicht mehr zu retten. Die Beuten sind, falls sie nicht sofort entfernt werden können dicht zu verschließen. Andere Völker würden den kranken Nachbarn bald ausräubern und sich dabei eventuell ebenfalls anstecken. </p>
<p>Ohne das Volk groß zu stören führe ich eine erste Kontrolle durch. Ein kurzer Blick unter den Deckel gibt schnell Aufschluss über die Verhältnisse in der Beute.</p>
<p><strong>Ist das Volk gesund und weiselrichtig?</strong></p>
<p>Es sollte ruhig auf den Waben sitzen. Unruhiges aufheulen lässt Weisellosigkeit vermuten. Das Volk für eine spätere intensive Kontrolle vormerken.</p>
<p><strong>Ist die Futterversorgung gesichert?</strong></p>
<p>Kleine Völker reißen manchmal vom Futter ab. Wenn sie bereits brüten und die nötige Wärme für die Brut halten müssen verlieren sie leicht den Anschluss an die Futterwaben. Ohne das Volk auseinander zu nehmen und groß zu stören wird eine Futterwabe direkt an den Bienensitz gehängt.<br />
Ein Ausgleich des Futtervorrats bei den Völkern wird ebenfalls durch Anhängen gefüllter Waben erreicht.</p>
<p><strong><br />
Ist das Bodengitter und das Flugloch frei?</strong></p>
<p>Bei starkem Wintertotenfall können sich erhebliche Mengen toter Bienen auf dem Boden ansammeln. Um den Bienen zu helfen kann der Brutraum hinten etwas angehoben werden und der Boden grob gereinigt werden. Auf jeden Fall muss der Flugschlitz frei sein. </p>
<p>Eine erste intensive Durchsicht der Völker findet in unserer Region in der Regel erst im März statt. </p>
<p>Der Imker hat noch Zeit sich mit Vorbereitungen für die kommende Saison zu beschäftigen. Aus Erfahrung kann man sagen, dass Arbeiten, die jetzt nicht erledigt werden, das ganze Jahr weiter geschoben werden.</p>
<p> <strong>Zusammenfassung für Februar</strong></p>
<ul>
<li>Ruhe bewahren und geduldig auf das große Erwachen warten.</li>
<li>Erste Kontrolle der Völker ohne die Bienen zu stören.</li>
<li>Futterversorgung sichern</li>
<li>Abgestorbene und kranke Völker vom Stand entfernen.</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>März &#8211; Das große Frühlingserwachen</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Dec 2010 19:24:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>werner-gerdes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Monatsbetrachtungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Unsere Bienenvölker befinden sich in einer schwierigen Umbauphase. Einerseits kann es noch sehr kalt sein, andererseits weckt der Temperaturanstieg alle Lebensgeister.

In den Völkern wird garantiert schon ein beachtliches Brutnest gepflegt. Dieses muss auch bei Minusgraden auf 35° gewärmt werden. Das kostet viel Energie, sprich Winterfutter, denn aus der Natur kommen in der Regel noch keine nennenswerten Nektareinträge.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-1951" title="P1010002" src="http://web403.cyberwebserver-17.de/wpmu/files/2011/03/P1010002-300x224.jpg" alt="P1010002" width="300" height="224" />Monatsbetrachtung im März</p>
<h1>Das große Frühlingserwachen</h1>
<p><strong> </strong></p>
<p>Unsere Bienenvölker befinden sich in einer schwierigen Umbauphase. Einerseits kann es noch sehr kalt sein, andererseits weckt der Temperaturanstieg alle Lebensgeister.</p>
<p>In den Völkern wird garantiert schon ein beachtliches Brutnest gepflegt. Dieses muss auch bei Minusgraden auf 35° gewärmt werden. Das kostet viel Energie, sprich Winterfutter, denn aus der Natur kommen in der Regel noch keine nennenswerten Nektareinträge. Der Verbrauch an Futter dürfte im März bei etwa 5 Kg liegen. Hier muss der Imker wachsam sein und eventuell für einen Ausgleich sorgen. Ideal ist im Notfall das Zuhängen gefüllter Futterwaben aus Völkern die übermäßig versorgt sind. Auch Futterteig der direkt auf die besetzten Waben gelegt und mit Folie abgedeckt wird kann von den Bienen zu dieser Jahreszeit aufgenommen werden. Allerdings werden sie dadurch zusätzlich belastet, weil Wasser dazu geholt werden muss.</p>
<p>Für die <strong>erste große Durchsicht</strong> der Völker sollte der Zeitpunkt mit Bedacht gewählt werden.</p>
<ul>
<li>Das Wetter hat bereits mehrere Flugtage beschert</li>
<li>Es wird reichlich Pollen eingetragen</li>
<li>Die Temperaturen sollten ein Arbeiten ohne „Winterkleidung“ erlauben.</li>
</ul>
<p> </p>
<p><strong>Dieser Zeitpunkt</strong> kann je nach Wetterlage zwischen Mitte Februar bis Ende März liegen.</p>
<p>Als erstes wird der Boden gereinigt. Falls erforderlich wird der Brutraum komplett zur Seite gestellt und der Boden gereinigt beziehungsweise ausgewechselt. Wenn der Winterfall lose und trocken auf dem Gitter liegt fege ich den Boden nur sauber.</p>
<p>Sollte sich jedoch durch gesammelte Feuchtigkeit Schimmel gebildet haben und der Schmutz nur schwer zu entfernen ist muss der Boden gründlich gereinigt und desinfiziert werden.<br />
Dazu wasche ich entweder mit 2%  Natronlauge oder flamme den trocken gereinigten Boden mit dem Bunsenbrenner ab.<br />
Ebenso verfahre ich mit allen Beutenteilen die nicht in Gebrauch sind bevor sie wieder mit Bienen besetzt werden.<br />
 B<strong>ei der Durchsicht</strong> sollte man sehr vorsichtig mit besetzten Waben umgehen. Die Bienen sitzen noch sehr fest auf den Waben und fallen beim Trennen der Waben in Klumpen auf den Boden. Sie haben es schwer ins Volk zurückzukehren. Sollte die Königin ebenfalls dabei sein besteht bald die höchste Alarmstufe im Volk.</p>
<p>Besetzte Waben ziehe ich nur wenn der <strong>Verdacht auf Weisellosigkeit</strong> besteht. Solche Völker sind unruhig und heulen bei der kleinsten Erschütterung auf.<br />
Weisellose Völker sind zu dieser Jahreszeit nur mit anderen Völkern zu vereinigen. Es sei denn, man hat eine Reserve-Königin. Die Vereinigung mit einem weiselrichtigen Volk  bereitet den Bienen kein Problem. Die Weisellosen sind froh wieder eine Chefin zu haben. Das Zusetzen von Königinnen in ein weiselloses Volk kann nur erfolgreich sein, solange noch keine Drohnenbrut gepflegt wird.</p>
<p><strong>Eine Besonderheit</strong> bildet die Buckel- oder Drohnenbrütigkeit. Die Völker verhalten sich äußerlich normal, pflegen aber nur Drohnenbrut. Ein solches Volk ist natürlich nicht mehr überlebensfähig. Um wenigstens die Bienen zu retten wird die Beute entfernt und die Bienen min. 10 m vom ursprünglichen Standort entfernt von den Waben ins Gras gefegt. Die Flugbienen betteln sich in Nachbarvölker ein. Die „Drohnenmütterchen“ sind nicht mehr flugfähig und werden durch diese Maßnahme eliminiert.</p>
<p> </p>
<p><strong>Das „Herz“ unserer Betriebsweise: der angepasste Brutraum  </strong></p>
<p>Die wesentliche und maßgebende Arbeit bei Anwendung  unserer Betriebsweise ist das Einengen der Völker im Frühjahr (anpassen der Wabenzahl) mit anschließendem schrittweise erweitern durch einzelne Mittelwände (siehe Monatsbetrachtung April)</p>
<p>der an die Volksstärke angepasste Brutraum begünstigt offenbar die Thermoregulierung innerhalb des Wabenbaus und fördert damit die Entwicklung des Brutnestes. Zusätzlich wird der Imker gezwungen die Altwaben zu entsorgen und später Zug um Zug durch Mittelwände zu ersetzen.</p>
<p>Bei diesem ersten Eingriff des Jahres in den Wabenbau werden alle nicht komplett von Bienen besetzten Waben entfernt. Grundsätzlich entferne ich auf beiden Seiten des Wabenbaus mindestens die beiden äußeren Randwaben. Ausgenommen sind natürlich bereits mit Brut besetzte Waben.<br />
Durch die Entnahme der äußeren Waben bleibt der Block der Waben die im vergangenen Jahr als Mittelwände eingestellt wurden erhalten. Es werden automatisch die überjährigen Waben entfernt. So ist ein Wabenwechsel alle 2 Jahre max. 3 Jahre automatisch gewährleistet.</p>
<p><strong>Grundsätzlich sollten nur so viele Waben verbleiben</strong>, dass die vorhandenen Bienen diese auch bei etwas kühlerer Witterung noch komplett besetzen. Die belassenen Waben werden im Block an eine Beutenseite gerückt. Die Anordnung zu den Nachbarwaben bleibt dabei erhalten. Diese Reihenfolge darf nicht geändert werden. Eine neue Zusammenstellung der Waben würde den Wärmehaushalt erheblich stören mit allen negativen Auswirkungen auf die Frühjahrsentwicklung.</p>
<p><strong>Drohnenwabe<br />
</strong>Um den Bienen Gelegenheit zu bieten konzentriert Drohnenbau zu errichten stelle ich eine Drohnenwabe als Abschluss der Brutwaben als letzte Wabe direkt vor das Schied.</p>
<p><strong>Das Schied<br />
</strong>Das Schied kann eine dünne Holzplatte aus wasserfest geleimten Sperrholz oder auch eine Futtertasche sein. Es bildet den Abschluss des Wabenbau im angepassten Brutraum zum nicht ausgefüllten Leerraum.</p>
<p><strong>Beespace</strong><br />
Auch beim Schied<strong> </strong>soll der Bienen-Abstand (Beespace) von 8 mm rundum eingehalten werden. Das Schied hat außen die gleichen Maße wie die Bruträhmchen. Dadurch erscheint den Bienen der Brutraum als geschlossene Einheit. Sie haben aber die Möglichkeit rund um diesen Abschluss den Lehrraum hinter dem Schied ungehindert zu erreichen, wenn sie es denn wollen. Sie fühlen sich allerdings in Ihrem Brutabteil scheinbar so wohl, dass eventuell vorübergehend überzählige Bienen lieber <strong>unter</strong> den Waben eine Traube bilden als sich hinter dem Schied aufzuhalten.</p>
<p><strong>Gitterboden und Einlegeplatte</strong><br />
Der Gitterboden bleibt bei mir fast das ganze Jahr über offen. Lediglich zur Zeit der Varroareduzierung schiebe ich eine Kontrollplatte <strong>unter</strong> das Gitter. <strong><br />
</strong>Im Frühjahr nach dem Reinigungsflug und dem Säubern des Bodens lege ich eine dünne Sperrholzplatte oder ähnliches <strong>unter</strong> die Bruträhmchen <strong>auf</strong> das Bodengitter, damit die Bienen es belaufen können und sauber halten.<br />
 <br />
Auf einer Platte <strong>unter </strong>dem Gitterboden würde sich das Gemüll sammeln und zu einer Brutstätte für Wachsmotten werden.<strong><br />
</strong>Diese Einlegeplatte soll etwa drei Viertel des Bodens bedecken. Sie dient nur der optimalen Klimatisierung des Brutraum und nicht als Diagnose-Windel. <strong><br />
</strong>Das Bodengitter hinter dem Schied unter dem Leerraum soll möglichst frei bleiben. Die Bienen nutzen es dort zur Lüftung der Honigräume.<strong><br />
</strong><br />
<strong>Den Leerraum hinter dem Schied</strong> nutze ich zu dieser Zeit um den Bienen Futterreste auf den entnommenen Waben zum Umtragen anzubieten. Dazu werden die Zelldeckel auf den entnommenen Waben mit dem Stockmeißel angerissen und die Waben mit großem Abstand zueinander hinter das Schied gehängt. Die Bienen tragen in relativ kurzer Zeit das Futter von den Waben außerhalb der geschlossenen Wohnung  (so empfinden die Bienen wohl ihren durch das Schied abgeschlossenen Wabenblock) und lagern es nahe der Brut wieder ein. Dies sorgt wie eine frühe Nektartracht für einen verstärkten Bruteinschlag und damit zu einer noch zügigeren Frühjahrsentwicklung.</p>
<p><strong>Ein nicht zu unterschätzender Vorteil</strong> unserer Betriebsweise mit dem angepassten Brutraum besteht darin, dass nach dem Einengen und eventuellem Umtragen der Futterreste durch die Bienen alle überschüssigen und damit ausgemusterten Waben des gesamten Jahres in kürzester Zeit zum Einschmelzen zur Verfügung stehen. Im Laufe des Jahres fallen keine nennenswerten Altwaben mehr an die dann noch „entsorgt“ werden müssten um sie vor den Wachsmotten zu schützen.</p>
<p>Neben dem <strong>Sicherstellen der Futterversorgung</strong> kann der Imker jetzt wenig tun. Er muss sich in Geduld üben und abwarten bis die ersten größeren Brutkreise schlüpfen. Bis dahin wird die Anzahl der Bienen noch geringer. Denn es sterben in dieser Zeit noch mehr Altbienen als zahlenmäßig junge Bienen schlüpfen.<br />
Wenn diese Phase überwunden ist und dann noch das Wetter mitspielt und den Bienen eine Tracht beschert muss das Volk erweitert werden. Dies kann bereits Ende März der Fall sein, kann sich aber auch je nach Wetterlage und Trachtverhältnis bis etwa Mitte April hinziehen.</p>
<p> </p>
<p>Alles weitere dazu im Abschnitt April.</p>
<p>Arbeiten und Maßnahmen im März</p>
<p> </p>
<ul>
<li>Reinigung des Beutenboden</li>
<li>Erste große Durchsicht</li>
<li>Ausschneiden der Randwaben für Drohnenbau</li>
<li>Einengen des Bienensitzes</li>
<li>ca. 5-6 Kg Futter belassen</li>
<li>Futterreste hinter dem Schied ausfressen lassen</li>
<li>Einschmelzen der Altwaben</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Monatshinweis &#124; April</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Dec 2010 12:47:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Monatsbetrachtungen]]></category>

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		<description><![CDATA[von Werner Gerdes
Bereits im März wurden die Völker auf die notwendige Wabenzahl eingeengt. Die belassenen Waben sollten nach dem Reinigungsflug auch bei kaltem Wetter von den Bienen komplett belagert sein. Dabei ist darauf zu achten, dass 6-7 Kg Futter als Reserve auf den belassenen Waben vorhanden sind.
Arbeiten an den Bienenvölkern im April:Die Bienen vollbringen um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von <strong>Werner Gerdes</strong></p>
<p>Bereits im März wurden die Völker auf die notwendige Wabenzahl eingeengt. Die belassenen Waben sollten nach dem Reinigungsflug auch bei kaltem Wetter von den Bienen komplett belagert sein. Dabei ist darauf zu achten, dass 6-7 Kg Futter als Reserve auf den belassenen Waben vorhanden sind.</p>
<p><strong>Arbeiten an den Bienenvölkern im April:</strong>Die Bienen vollbringen um diese Jahreszeit Höchstleistung. Die überwinterten Bienen müssen aus ihren Reserven das Volk auf Trachtstärke bringen. Die Bienen fühlen sich durch die Einengung im März, dem Abschluss des noch vorhandenen Wabenpaketes durch das Schied und der Abdeckung des Gitterbodens sehr wohl. Sie registrieren wenige Waben, die sie voll besetzen angenehmer, als viele Waben zu der Zeit im Brutraum, die sie auf Grund der noch geringen Bienenzahl nicht besetzen und damit auch nicht klimatisieren können</p>
<p> </p>
<p><strong>zügige Entwicklung<br />
</strong><br />
Die Entwicklung im Bienenvolk vom kleinen überwinterten Volk zum leistungsstarken und trachtreifen Frühjahrsvolk geht bei dieser Betriebsweise eindeutig erheblich zügiger voran.</p>
<p><strong>Futterreserve</strong></p>
<p>Natürlich wird bei der Leistung, die die Völker jetzt vollbringen, eine Menge Energie verbraucht. Die Futter Reserven müssen daher immer kontrolliert werden. Die Buckfast Biene hat die Eigenschaft ihr Brutgeschäft bei fehlender Tracht und zur Neige gehenden Futterreserven nicht einzustellen. Daraus ergibt sich auch die bessere Entwicklung gegenüber anderen Herkünften. Daher besteht aber auch die Gefahr, dass Buckfast Völker schneller verhungern. Um dem vorzubeugen müssen die Völker immer eine Futterreserve von 4-5 Kg zur Verfügung haben.</p>
<p><strong>Die erste Mittelwand &#8211; wohin?<br />
</strong><br />
Sobald die ersten größeren Brutflächen schlüpfen, wachsen die Völker und müssen erweitert werden. Sie erhalten, wenn sie die Randwaben gut besetzen und der Bautrieb erwacht, die erste Mittelwand.<br />
Da bei mir das Volk auf der rechten Seite der Beute sitzt, links wurde im März der Lehrraum mit dem Schied abgegrenzt, stelle ich die erste Mittelwand in die Gasse zwischen zweiter und dritter Wabe rechts. Diese darf auch zwischen dann schon vorhandener Brut platziert werden, da die Völker bei oben erwähnten Bedingungen diese sofort ausbauen und bebrüten. Weitere Mittelwände werden später ebenfalls an diese Stelle gesetzt. Dadurch ergibt sich während der gesamten Erweiterung in der Saison ein Wabenblock aus neu gebauten Waben, der bei der Einengung im nächsten Frühjahr im Volk bleibt. Dadurch werden im Rhythmus von 2, max. 3 Jahren alle Brutwaben gegen Mittelwände ausgetauscht.</p>
<p><strong>Drohnenrahmen<br />
</strong><br />
Im Dadant-Brutraum genügt den Bienen ein ganzes Rähmchen zum Errichten von Drohnenbau.<br />
der Drohnenrahmen wird bei mir links an die Brutwaben, direkt vor das Schied gehängt. Der Rahmen wird dort schnell angenommen, da die Bienen bei einsetzender Tracht unbedingt Dronen ziehen wollen.</p>
<p><strong>Stellung und Bedeutung der Drohnenwabe im &#8220;angepassten Brutraum&#8221;<br />
</strong><br />
Die Anordnung des Drohnenrahmen als letzte Wabe vor dem Schied bringt mehrere Vorteile.</p>
<p><strong>1.</strong> Die Bienen legen neben der Drohnenwabe, wenn sie außen am Brutnest steht keinen Pollenvorrat an. Die anschließenden Rähmchen werden ausschließlich mit Brut belegt. So ergibt sich ein geschlossenes Brutnest, das bis an die gegenüberliegende Randwabe reicht.</p>
<p><strong>2</strong>. Als Pollenvorrat soll nur die letzte Wabe an der Beutenwand dienen. Das verhindert eine unnötige Schwarmlust. (mehr dazu im Mai)</p>
<p><strong>3.</strong> Die Drohnenwabe läßt sich neben dem Schied sehr schnell kontrollieren ohne den Bien zu stören. Da die Drohnenwabe Schwarmzellen magisch anzieht kann man hier bereits sehr effektiv eventuelle Schwarmstimmung ablesen</p>
<p><strong>4.</strong> Mit dieser Anordnung der Drohnenwabe außen vor dem Schied läßt sich der gesamte Brutraum &#8220;steuern&#8221;. (<strong>mehr dazu unter &#8220;Erweitern)</strong></p>
<p>Bei der Drohnenwabe ist darauf zu achten, dass für die Drohnenbrut an beiden Seiten der Abstand zur letzten Wabe und zum Schied etwa um 3 mm größer sein muß, als bei einer normalen Brutwabe. Die größere, vorstehende Drohnenbrut würde sonst dazu führen, dass auf der letzten Brutwabe die Zellen eingekürzt würden und dann nicht bebrütet werden. Die kürzeren Zellen würden mit Pollen belegt und damit das Prinzip des &#8220;angepassten Brutraum&#8221; zerstören. Denn jede Lagerung von Pollen im Brutbereich führt automatisch zu einer &#8220;Steigerung des Schwarmtrieb&#8221;</p>
<p><strong>Verwerten der Altwaben</strong> werden die Waben, die im März mit Futterresten hinter das Schied gestellt wurden nun entnommen. Die Bienen sollen kein Futter, dass eventuell noch umgetragen wird auf den Honigwaben lagern. Es würde sonst bei der Schleuderung in den Honig gelangen.<br />
Damit stehen alle Waben die aus den Völkern entnommen wurden nun zum Einschmelzen bereit. Im weiteren Jahresverlauf fallen bei dieser Betriebsweise keine Altwaben mehr an. Da nicht an jedem Tag im April Flugwetter herrscht, werden an solchen Tagen auch bei dieser Arbeit durch den Duft des schmelzenden Wachses und der darin noch enthaltenen Futterreste keine Bienen angelockt. Das ermöglicht ein ungehindertes Arbeiten im Freien</p>
<p>Bei einsetzender Tracht</p>
<p><strong>Honigraum<br />
</strong><br />
Bei einsetzender Tracht muss auch bereits der erste Honigraum (immer über Absperrgitter) aufgesetzt werden.  Fangen die Bienen erst an, den eingetragenen Honig auf den Brutwaben zu lagern, nehmen sie den Honigraum schlechter an und durch weiteren Honig auf den Brutwaben engen sie das Brutnest stark ein. Dadurch wird der Schwarmtrieb unnötig gefördert. Die Erfahrung hat gezeigt, dass schwarmwillige Völker ihr Brutnest immer durch viel Honig und Pollen auf den Brutwaben eingeengt haben. Durch zeitiges Aufsetzen des Honigraums bei richtig angepasstem Honigraum wird diesem Instinkt der Bienen kein Raum gegeben.</p>
<p>Durch den niedrigen ½ hohen Honigraum wird auch die Beute nicht so gravierend erweitert, dass die Bienen den zur Verfügung stehenden Raum nicht klimatisieren könnten.</p>
<p>Die ersten Honigräume statte ich wechselweise mit 6 ausgebauten, im Winter bereits von mir vorbereiteten, halb ausgebauten Honigwaben und 4 Mittelwänden aus. Sind noch keine ausgebauten Waben vorhanden, kann der Honigraum auch komplett mit Mittelwänden gefüllt werden. Dann kann es jedoch passieren, dass die Bienen Wildbau zwischen den Mittelwänden errichten, da der Abstand der Mittelwände größer ist als der im Brutraum üblichen 35 mm. Dies ergibt sich daraus, dass im Honigraum nur 10 Waben Platz haben (Brutraum 12 möglich).</p>
<p>Für den Imker ergibt sich dadurch eine erhebliche Arbeitsersparnis. Kritiker behaupten, der Wassergehalt des Honigs würde dadurch höher ausfallen. Bei Einhaltung meiner Betriebsweise trifft dies jedoch nicht zu.</p>
<p>Die Honigräume werden bei mir immer im Warmbau aufgesetzt. Damit stehen alle Honigwaben zum Teil über den bereits vorhandenen Brutwaben. Nur dieser Bereich des Honigraums wird in die Klimatisierung der Beute eingezogen. Der linke Teil des Honigraums steht über dem freien Teil des Brutraum (links hinter dem Schied).</p>
<p>Erst wenn der Brutraum mit wachsender Bienenzahl seine endgültige Größe erreicht hat wird auch die gesamte Breite des Honigraums zur Honiglagerung genutzt, da die Bienen erst dann die gesamte Beute in die Klimatisierung ihrer Wohnung einbeziehen.</p>
<p><strong>weitere Mittelwände im Brutraum</strong>Bei weiterem Anstieg der Bienenpopulation müssen entsprechend dem Wachsen des Brutumfang eventuell weitere Mittelwände gegeben werden. Zusätzliche Mittelwände sind jedoch nur erforderlich, wenn bereits vor der Apfelblüte alle Brutwaben voll (bis in die Ecken) mit Brut belegt sind und auch auf der Randwabe Brut gepflegt wird.<br />
Ich gebe die Mittelwände immer einzeln. Das ist zwar etwas zeitaufwändiger aber es unterdrückt die Entwicklung der Schwarmstimmung deutlich, weil 21 Tage später auch die Jungbienen in Abständen entsprechend dem Einhängen der Mittelwände schlüpfen. Dadurch entsteht nicht ein plötzlicher großer Futtersaftstau, der widerum die Schwarmstimmung unweigerlich steigern würde.</p>
<p> </p>
<p><strong>Anzahl der Brutwaben wärend der Saison</strong>Die letzte Mittelwand wird etwa zur Zeit der Apfelblüte gegeben. Die Anzahl und Stellung der Brutwaben bleibt dann während der gesamten Saison erhalten. Die Völker sitzen je nach Leistungskraft der Königin auf 7-9 Brutwaben. Der Raum hinter dem Schied bleibt weiterhin frei. Es darf auch keine Mittelwand als „Reserve“ hier eingehängt werden. Nur wenn eine sehr leistungsstarke Königin auf der Randwabe außen noch Arbeiterinnenbrut anlegt wird noch eine weitere Mittelwand gegeben.</p>
<p> </p>
<p><strong>weitere Honigräume</strong>Bei anhaltender Tracht und über die Hälfte gefülltem Honigraum wird der nächste Honigraum gegeben. Dieser wird immer oben auf den zuletzt aufgesetzten gestellt. Durch ein falsches „Untersetzen“ würde die Klimatisierung für die Bienen bei kühlem Wetter zum Problem und als Folge würde der Wassergehalt im Honig möglicherweise erheblich ansteigen.</p>
<p> </p>
<p><strong>Schwarmverhinderung</strong>Zur Schwarmverhinderung schreibe ich im Mai näheres. Bei gut selektierten Buckfast Königinnen und oben beschriebener Betriebsweise habe ich im April, selbst bei bester Frühjahrsentwicklung mit guter Rapstracht noch nie Schwarmstimmung festgestellt</p>
<p> </p>
<p><strong>Arbeiten an den Völkern im April zusammengefasst:</strong></p>
<ul>
<li><strong>Futter kontrollieren</strong></li>
<li><strong>Einengen auf noch erforderliche Wabenzahl</strong></li>
<li><strong>Erweitern durch einzelne Mittelwände</strong></li>
<li><strong>Aufsetzen des ersten Honigraums immer über Absperrgitter</strong></li>
<li><strong>Altwaben aus dem Lehrraum hinter dem Schied entfernen</strong></li>
<li><strong>Ab jetzt den Raum hinter dem Schied frei halten</strong></li>
<li><strong>Einschmelzen der Altwaben</strong></li>
<li><strong>Weitere Mittelwände einzeln geben</strong></li>
<li><strong>Falls erforderlich weitere Honigräume geben</strong></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Mai:  Überfluss in der Natur</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Dec 2010 06:44:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>werner-gerdes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Monatsbetrachtungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Mai:  Überfluss in der Natur
Anfang Mai ist die Umstellung vom Wintervolk zum Sommervolk abgeschlossen. Die schwierige und risikoreiche Phase der „Durchlenzung“ wird abgelöst von einem Leben in „Saus und Braus“. Die Frühtracht hat bereits im April begonnen und liefert den Bienen jetzt Nahrung im Überfluss.
Das steigert auch die Fruchtbarkeit im Bienenvolk und weckt den Vermehrungstrieb.
Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Mai:  Überfluss in der Natur</h1>
<p>Anfang Mai ist die Umstellung vom Wintervolk zum Sommervolk abgeschlossen. Die schwierige und risikoreiche Phase der „Durchlenzung“ wird abgelöst von einem Leben in „Saus und Braus“. Die Frühtracht hat bereits im April begonnen und liefert den Bienen jetzt Nahrung im Überfluss.<br />
Das steigert auch die Fruchtbarkeit im Bienenvolk und weckt den Vermehrungstrieb.<br />
Es werden große Mengen Drohnenbrut gepflegt. Die Zeit der Aufzucht junger Königinnen ist gekommen und die Schwarmzeit beginnt.<br />
Die Frühtracht ist in vollem Gang. Sobald bei den Dadantbeuten die erste Honigzarge gut halb voll ist wird die nächste Honigzarge, möglichst mit einigen Mittelwänden ausgestattet, oben aufgesetzt.<br />
Durch dieses zeitige Erweitern mit Honigräumen soll einem Verhonigen des Brutraums und dem daraus erwachendem Schwarmtrieb vorgebeugt werden.</p>
<ul>
<li><strong>Passive Schwarmverhinderung:  genügend erweitern</strong></li>
</ul>
<p>Ein entscheidender Faktor für das Auslösen des Schwarmtriebs ist das Raumangebot in der Beute. Bei der Dadantbeute ist dies kein Problem.<br />
Durch die Einengung im Brutraum verlagern sich die Bauzone und der Bereich für die Aufarbeitung des Honigs in die oberen Honigzargen. Ein großer Teil der jungen Bienen, die in den Honigzargen Waben bauen, sich um die Aufarbeitung und Pflege des Nektars und Einlagerung des Honigs kümmern, werden laufend aus dem Brutraum abgezogen.</p>
<ul>
<li><strong>Schwarmträgheit: nur zu erreichen durch intensive Auslese bei der Zucht</strong></li>
</ul>
<p>In den meisten Imkereien werden die Bienenvölker durch Schwärme oder durch diverse Methoden der Schwarmvorwegnahme vermehrt. Königinnen gehen meistens aus Schwarmzellen hervor. Natürliche Schwärme werden durch Fütterung aufgepäppelt. Es wird kaum darauf geachtet, ob die Muttervölker zuchtwürdig sind. Eine scharfe Auslese auf Vitalität – wie in der Natur – findet dabei nicht statt. Dieses Vorgehen ist kontraproduktiv, da indirekt auf eine erhöhte Schwarmlust selektiert wird.<br />
Leider sind auch viele „Züchter“ bei der Selektion auf Schwarmträgheit nicht sehr effektiv.</p>
<p>Durch die Anwendung diverser Schwarmverhinderungsmaßnahmen wie Brutdistanzierung, Zwischenableger etc. können die Völker die Ausprägung ihrer genetischen Veranlagung nicht zeigen. Völker, die für die Nachzuchten beobachtet werden, dürfen hinsichtlich ihres Schwarmverhaltens nicht beeinflusst werden.<br />
Nur wenn in die Volkstärke und die Zusammensetzung nicht eingegriffen wird kann effektiv auf eine geringe Schwarmtendenz selektiert werden.</p>
<p>Da diese Grundsätze in der Buckfastzucht nach Bruder Adam beachtet werden, ist der Selektionserfolg hier besonders hoch.<br />
Anders verhält es sich bei standbegatteten Königinnen. Hier macht sich der Einfluss der oft schwarmlustigen „Landbiene“ bemerkbar.<br />
Es gibt auch so genannte Schwarmjahre in denen es auch bei reinen Buckfastvölkern zu erhöhtem Schwarmtrieb kommt.</p>
<ul>
<li><strong>Schwarmverhinderung: Kontrolle nötig</strong></li>
</ul>
<p>Im Abstand von max. 9 Tagen werden die Völker auf Schwarmzellen kontrolliert. Dabei werden alle Weiselzellen, egal ob sie Eier oder bereits Larven enthalten, zerstört. (ein Schwarm würde erst abgehen, wenn nach 9 Tagen min. eine Weiselzelle verdeckelt ist)<br />
Sollten bei drei aufeinander folgenden Kontrollen noch Schwarmzellen vorhanden sein ist die Stimmung im Volk so nicht zu beeinflussen. Dann bleibt eine schöne, groß ausgebaute Zelle stehen, die Königin wird entfernt und das Volk kann sich eine neue Regentin heran pflegen.</p>
<p>Da eine solche Königin jedoch aus dem „Schwarmdusel“ entstanden ist, sollte das Volk im späteren Jahresverlauf umgeweiselt werden.</p>
<ul>
<li><strong>Königinnenzucht:  ein Muss für eine wirtschaftlich erfolgreiche Imkerei</strong></li>
</ul>
<p>Königinnen sollten nur von ausgewählten Völkern gezogen und nach Möglichkeit kontrolliert begattet werden.<br />
Näheres zu Zucht im Algemeinen und bei unserer Betriebsweise im Besonderen aus Platz und Zeitgründen unter <strong>Weiselzucht<br />
</strong></p>
<ul>
<li>Ableger: Jungvölker als Reserve und Erweiterung</li>
</ul>
<p>Jungvölker werden bei mir in der Regel, da ich die Völker im Mai nicht schwächen will (die Bienen werden im Juni/Juli zur Linden -Tracht gebraucht), erst bei der letzten Honigernte Mitte Juli als Kunstschwärme erstellt (dazu im Juli mehr).</p>
<p>Frühe Ableger kann man jedoch am besten im Mai erstellen.<br />
Um die Wirtschaftsvölker nicht zu schwächen, löse ich die kleinsten Völker, die keine nennenswerte Ernte erwarten lassen, komplett auf.<br />
Beim Dadantsystem genügen in der Regel zur Bildung der Ableger (bis Mitte Mai) eine oder zwei Brutwaben. Die Brut in allen Stadien sollte etwa die Fläche einer Dadant Wabe betragen.</p>
<p>Der Ableger erhält rechts und links neben der Brut je eine Futterwaben mit Pollen und Honig. Das können auch verdeckelte Futterwaben sein, die im März bei der Einengung der Wirtschaftsvölker anfallen und ohne Probleme bis in den Mai außerhalb der Völker aufbewahrt werden können.<br />
Die Ableger werden in einer normalen Beute erstellt. Der Lehrraum wird einfach mit einem Schied abgegrenzt. Um die Flugbienen nicht zu verlieren, ist es ratsam den Ableger min. 1 Km vom alten Standort entfernt aufzustellen.<br />
2 – 8 Tage nach der Erstellung werden die Ableger mit schlupfreifen Edelzellen beweiselt. Dazu müssen die bereits angesetzten Nachschaffungszellen nicht entfernt werden, denn die Edelzelle wurde bereits im Pflegevolk gut vorbereitet und wird nach 2 Tagen schlüpfen. Die dann erst max. 10 Tage alten „Nachgeschafften“ werden von der neuen Regentin eliminiert.</p>
<p>Sobald die junge Königin in Eilage ist wird der Ableger Zug um Zug mit einzelnen Mittelwänden erweitert. Sollte keine Tracht herrschen, wie es hier in der ersten Juni Hälfte oft der Fall ist, muss gefüttert werden. <br />
Die Fütterung der Ableger sollte mit dünnem Zuckerwasser max. 1/1 erfolgen. Das heißt: auf 1 Liter Wasser max. 1Kg Zucker. Das „dünne“ Futter wird von den Bienen sehr schnell aufgenommen. Da die Bienen durch das dünne Futter zum Bauen angeregt werden, wird die Mittelwand sehr schnell ausgebaut und das Futter darin untergebracht. Erst im Nachhinein wird das Futter verarbeitet, invertiert und dann stark eingedickt gelagert. Dadurch werden wieder viele Zellen auf der neuen Wabe frei, die die Königin sofort zur Eiablage nutzt. Ist die zuletzt gegebene Mittelwand voll Futter und vor allem Brut, wird die nächste Mittelwand gegeben und das Volk falls notwendig  wieder entsprechend gefüttert.</p>
<p>So entwickelt sich bis zum Herbst ein vollwertiges Volk, das den gesamten Brutraum besetzen kann.</p>
<ul>
<li><strong>Wichtig: Varroabehandlung der Ableger</strong></li>
</ul>
<p>Etwa 7 – 8 Tage nachdem die junge Königin mit der Eilage begonnen hat, soll die Varroa bekämpft werden. Da zu diesem Zeitpunkt keine verdeckelte Brut vorhanden ist lässt sich die Milbe mit geringen Mengen organischer Säuren (Milch- oder Oxalsäure) effektiv behandeln.</p>
<ul>
<li><strong>Ende der Frühtracht:  Honigernte</strong></li>
</ul>
<p>Nach dem Ende der Frühtracht, bei uns mit dem Abblühen der Rapsfelder, muss der eingetragene Honig geschleudert werden. Wartet man damit zu lange kann der Honig auf Grund des hohen Traubenzucker Anteils bereits in den Waben kandieren. Waben mit kandiertem Honig müssen von den Bienen wieder ausgefressen werden (dazu im Monat September mehr).<br />
Reif ist Honig erst wenn die Bienen den Wassergehalt unter 18% reduziert haben. Der Honig darf bei einer Klopfprobe (Faustschlag auf die Waben haltende Hand) nicht mehr herausspritzen und die Waben sollten überwiegend verdeckelt sein.<br />
Gewissheit  bringt nur die Wassergehaltsmessung mit einem Refraktometer.<br />
Die Honigentnahme erfolgt bei mir mit der Bienenflucht. Diese wird morgens eingelegt. Am Nachmittag oder Abend des gleichen Tages werden die restlichen Bienen aus den Zargen geblasen oder abgefegt. Diese Art der Honigentnahme sorgt im Bienenvolk nicht für Aufregung, da es kaum wahrgenommen wird und führt auch in trachtloser Zeit nicht zu Räuberei. Außerdem kühlt der Honig nicht ab und kann ohne Erwärmung direkt geschleudert werden.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline">Arbeiten an den Völkern im Mai zusammengefasst:</span></strong></p>
<ul>
<li>erweitern durch Aufsetzen erforderlicher Honigzargen</li>
<li>Schwarmkontrolle und Verhinderung durch ausbrechen aller Weiselzellen</li>
<li>Königinnen Aufzucht</li>
<li>Ablegerbildung durch Brutableger</li>
<li>Varroabehandlung der Ableger</li>
<li>Honigernte</li>
</ul>
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		</item>
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		<title>Juni &#8211; Hochsaison im Bienenvolk</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Dec 2010 16:46:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>werner-gerdes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Monatsbetrachtungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Juni  Hochsaison im Bienenvolk 
Am 21. Juni erreicht die Sonne ihren höchsten Stand. Es ist der längste Tag des Jahres.
Auch unsere Bienenvölker erreichen in der Regel in dieser Zeit ihre größte Ausdehnung.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Juni  -  Hochsaison im Bienenvolk</h1>
<p> <br />
Am 21. Juni erreicht die Sonne ihren höchsten Stand. Es ist der längste Tag des Jahres.<br />
Auch unsere Bienenvölker erreichen in der Regel in dieser Zeit ihre größte Ausdehnung, sofern sie nicht geschwärmt haben. Ab diesem Zeitpunkt geht die Brutmenge langsam wieder zurück, allerdings je nach Trachtangeboht , Wetter und Bienenherkunft in unterschiedlichem Maß.</p>
<ul>
<li><strong>Königinnenzucht<br />
</strong>Im Juni wird die bereits im Mai begonnene Aufzucht junger Königinnen fortgesetzt. Man muss sich spätestens jetzt darüber im Klaren sein, was man an „Nachwuchs“ braucht.<br />
Junge leistungsfähige Königinnen sind nun mal das Rückgrad einer erfolgreichen Imkerei. Dies gilt auch für Hobby-Imkereien vollkommen unabhängig von der Völkerzahl.<br />
Es ist nach meiner Meinung keineswegs artgerecht, ein Volk mit einer unbefriedigenden Königin in den Winter zu schicken, in dem es dann kläglich verendet. Hier liegt es in der Hand des Imkers für das Wohlergehen des Bienenvolkes zu sorgen.<br />
Das heißt: man muss auch den Mut haben eine kranke, nicht optimal leistungsfähige Königin durch eine gesunde Königin zu ersetzen.<br />
Dies ist ein großer Vorteil für Imker gegenüber anderen Tierhaltern: Die begattete Königin trägt das gesamte Erbmaterial des Bienenvolkes in sich. Durch einen Austausch der Königin ändert sich das gesamte Erbmaterial des Biens, ohne das gesamte Volk ersetzen zu müssen.</li>
<li><strong>Trachtpause<br />
</strong>Nach dem Ausschleudern des Raps-Honigs überstehen die Völker in unserer Region eine gewisse Trachtpause. Das große Blühen ist vorbei. Häufig stellt sich eine Schlechtwetterperiode ein, die so genannte Schafskälte.</li>
<li><strong>Waldhonig von Eiche und Buche<br />
</strong>In den letzten Jahren gab es bei uns allerdings eine kurzfristige, mehr oder minder ausgeprägte Wald-Honig Tracht. Um diese nutzen zu können ist es sinnvoll den Raps-Honig, sobald er nach dem Abblühen reif ist, zu schleudern. Lässt man Rapshonig in den Honigräumen wundert man sich dann, dass der Honig später grau aussieht und unter Umständen auch den milden für Raps-Honig typischen Geschmack verliert.<br />
Die Waldhonigtracht kann ganz plötzlich zu Ende gehen. Besonders nach schweren Gewittern gibt es oft ein abruptes Ende der Tautracht.<br />
Will man den Waldhonig einigermaßen „sauber“ ernten, muss dann sofort geschleudert werden um eine Vermischung mit der folgenden Sommertracht zu vermeiden.</li>
<li><strong>Lindentracht<br />
</strong>Um den 20. Juni fangen bei uns die Linden an zu blühen. Auf die Tracht von Linden-Blütenhonig ist allerdings kein Verlass. In manchen Jahren fällt diese total aus. In anderen Jahren kann die Linde auch große Mengen Tau-Honig liefern. Dann tritt der Nektar in so genannten außerfloralen Nektarien an der Blattoberfläche aus. Diese Blatthonig-Produktion kann so heftig sein, dass sich unter den Bäumen ein klebriger Film bildet. Davon holen die Bienen allerdings nur bei schwül warmer Witterung nennenswerte Mengen ein. Oft wird dieser Blatthonig mit dem Blütenhonig zusammen eingetragen und ist dann als sogenannte Sommertracht zu bezeichnen.<br />
Die Linde liefert bei uns den letzten nennenswerten Honigeintrag.<br />
Leider honigt die Linde nicht in jedem Jahr zuverlässig. Die Bienen müssen sich dann mit einer „Läppertracht“ aus Klee, Brombeere, Faulbaum und allem was eventuell sonst noch etwas Nektar bringt, zufrieden geben.</li>
<li><strong> Wintersitz jetzt vorbereiten<br />
</strong>Um den 20. Juni gebe ich den Völker noch einmal 1-2 Mittelwände. So dass die Wabenzahl auf max. 11 Brutwaben ansteigt. Die jetzt zugehängten Mittelwände werden in der Regel noch schnell ausgebaut und bebrütet. Damit ist dann gleich der Zustand im Brutraum erreicht, der bis zum nächsten Frühjahr beibehalten wird. Hier können sich die Völker in den nächsten Monaten Ihren Wintersitz einrichten.<br />
Der Platz für die 12. Brutwabe bleibt bei mir immer frei. 11Dadantwaben bieten genug Platz für Brut und Wintervorrat. Weiterhin grenzt das Schied die letzte Wabe zum Leerraum ab.</li>
<li><strong>Völkerkontrolle<br />
</strong>Der Schwarmtrieb lässt im Laufe des Monats nach und verschwindet zur Sonnenwende ganz. Die Schwarmstimmung muss jedoch weiterhin beobachtet werden.</li>
<li><strong>Weiselprobe<br />
</strong>Sollte man nicht sicher sein ob eine intakte Königin im Volk ist macht man eine Weiselprobe. Dazu nimmt man aus einem intakten Nachbarvolk eine Wabe mit Eiern und offener Brut. Diese Wabe wird mitten in den Brutraum des zu prüfenden Volkes gehängt. Die brutleere Wabe, die auf diesem Platz hing, gibt man dem intakten Volk als Ersatz.<br />
Nach 5 Tagen kontrolliert man die zugehängte Brutwabe. Sind darauf keine Nachschaffungs – Weiselzellen angezogen ist alles in Ordnung. Das Volk ist mit dem Zustand zufrieden. Es hat eine Königin die eventuell nur noch nicht in Eilage ist. Nach einer Woche dieses Volk erneut kontrollieren.<br />
Werden jedoch auf der Probenwabe Weiselzellen gepflegt, ist das Volk weisellos. Jetzt gibt es 2 Möglichkeiten zu verfahren.<br />
<strong>a. </strong>  Wenn man mit der Königin des Volkes aus dem die Probe stammt, zufrieden ist, lässt man eine Königin auf der Probe schlüpfen. Man muss aber dafür sorgen, dass nur eine Königin schlüpft, die aus einem Ei   heraus direkt nach dem Schlupf mit Königinnenfuttersaft versorgt wurde. Um dies sicher zu stellen entfernt man alle Zellen, die nach 5 Tagen bereits verdeckelt sind, da diese eventuell nur kurz mit Weisefuttersaft versorgt wurden und daraus entstehende Königinnen nicht voll ausgebildet wären. Alle Weiselzellen, die am 5. Tag noch offen sind, lässt man stehen. Diese Maden wurden garantiert optimal gepflegt und können sich zu vollwertigen, leistungsfähigen Königinnen entwickeln. Die Auswahl unter den belassenen Zellen überläst man dem Volk. <br />
<strong>b.</strong>   Möchte man gleich eine andere Königin in dieses Volk bringen, weil man mit der Genetik im Herkunftsvolk der Weiseprobe nicht zufrieden ist, wartet man bis zum 9. Tag. Dann werden alle Weiselzellen ausgebrochen und eine neue Königin zugesetzt. s. u.</li>
<li><strong>Umweiselung im 9 Tage weisellosen Volk<br />
</strong>Dem betreffenden Volk wird die Königin entnommen.<br />
Nach 9 Tagen sind alle Brutzellen des Volkes verdeckelt. Jetzt werden alle Nachschaffungs-Weiselzellen ausgebrochen. Da weder Eier noch offene Brut vorhanden sind, ist das Volk hoffnungslos weisellos. In diesem Zustand nimmt das Volk jede Königin, auch fremde Herkünfte, willig an.<br />
Die junge Königin muss jetzt sofort in einem Käfig mit etwa 5-8 Begleitbienen dessen Verschluss mit Futterteig verschlossen wird mitten im Brutraum zugesetzt werden.  <br />
Hat man selber keine zuchtwürdige Königin zur Verfügung, sollte man sich frühzeitig mit einem Züchter seines Vertrauens in Verbindung setzen, um am 9. Tag eine junge Königin zu haben.</li>
</ul>
<p><strong>Arbeiten an den Völkern im Juni zusammengefasst:</strong></p>
<ul>
<li><strong>Königinnen ziehen</strong></li>
<li><strong>Schwarmtrieb kontrollieren</strong></li>
<li><strong>Weiselrichtigkeit sicherstellen</strong></li>
<li><strong>an Umweiselung denken</strong></li>
<li><strong>eventuell Schleuderung von Waldhonig</strong></li>
<li><strong>Honigraum an eventuelle Sommertracht anpassen</strong></li>
<li><strong>Brutraum zum Wintersitz erweitern</strong></li>
</ul>
<p> </p>
<p> </p>
<p> </p>
<div><strong> </strong></div>
<p> </p>
<p><strong> </strong></p>
<p> </p>
<p><strong> </strong></p>
<p> </p>
<p><strong> </strong></p>
<p> </p>
<p><strong> </strong></p>
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