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Umsetzen von Völkern von Deutsch-Normal-Maß DNM auf Dadant nach Bruder Adam.

Umsetzen von Völkern

von Deutsch-Normal-Maß DNM auf Dadant nach Bruder Adam.

Erfahrungsbericht von Dominik Maas

Wer schon Bienenvölker besitzt und sich neue Beuten mit anderem Rähmchenmaß zulegen möchte, steht häufig vor dem Problem, wie er die Bienen und die Brut von der einen Behausung in die andere bekommt.

Da Dadant, verglichen mit DNM viel größer ist, könnte die Brut ausgeschnitten und umgehängt werden, diese Arbeit ist jedoch lästig und führt unweigerlich auch zur zerdrückter Brut. Der Vorteil, das Bienenvolk verliert kein Brutstadium und in einem Rutsch ist alles erledigt. Ist das Brutnest jedoch sogar auf zwei Zargen ausgedehnt, wird es unmöglich 13-15 Waben in einem Dadant-Brutraum umzusiedeln.

Zwei andere Verfahren will ich hier kurz beschreiben, bei denen auch Anfänger wenig Probleme haben sollten.

 1. “Kunstschwarm” Verfahren bei jedem Wabenmaß anwendbar.

Was wird gebraucht?
- für jedes Volk eine Dadant-Beute (Brutraum, Bodenbrett, Innendeckel, Deckel und Anflugbrett)
- 5-7 Brutraumrähmchen mit Mittelwänden
- Wassersprüher
- Federkiel oder Handbesen
- Iltis oder Zusetzer alternativ kann auch eine Streichholzschachtel genommen werden.

Durchführung:

Aus der alten Beute sucht man sich die Königin, ist diese gefunden wird sie in dem Iltis oder einem ähnlichen bienenfreundlichen Gefäß festgesetzt. Am Besten kann man den Iltis schon zwischen zwei Waben in die Gasse hängen, so geht sie nicht verloren.

Nun werden die Waben der alten Kiste genommen und einzeln mit Wasser besprüht und in die Dadantkiste abgefegt. Das Sprühen hilft, dass die Bienen nicht wieder stark auffliegen und man sich mitten in einer Bienenwolke wiederfindet. Da noch Brut in der alten Kiste vorhanden ist, sollten nicht alle Waben abgefegt werden, sondern so viele Bienen in der alten verbleiben, dass noch Brut gepflegt werden kann.

Die alte Königin kann danach einfach in die Kiste sofort freigelassen werden. Die alte Kiste wird ca. 2 Meter entfernt aufgestellt und die neue Dadant-Beute kommt an die alte Stellte. Alle Flugbienen werden sich so auf die Beute einfliegen. Wenn eine Trachtlücke erwartet wird, sollte dieser “Kunstschwarm” mit dünnflüssigem Zuckerwasser gefüttert werden. Die Bienen werden die Waben schnell ausbauen und die alte Königin fängt mit dem legen an.

Nach 8 Tagen werden wieder Bienen der alten Beute vor dem Flugloch der Dadant-Beute gefegt. Die Bienen betteln sich ein und verstärkten das Volk. Gleichzeitig können alle Weiselzellen herausgebrochen werden, wir wollen die Bienen ja umsiedeln und keine neue Königin in der alten Beute. Nach 8 Tagen können die letzten Bienen aus der Beute herausgefegt werden, so fern die komplette Brut ausgelaufen ist. Anschließend ist das Volk umgesiedelt.

Der Vorteil dieser Methode:

- Egal welches Rähmchen-Maß zuvor genommen wurde, es kann ein Volk auf Dadant umgesiedelt werden.

- effektive Methode, die zu jederzeit vom Frühjahr (April bis August) durchgeführt werden kann.

- wenn gewollt kann sogar die Königin ausgetauscht werden. Dann sollte der Iltis genommen werden und mittels Futterteig zum Ausfressen verschlossen werden.

Nachteil:

- Die Harmonie im Volk wird gestört.

- es bedarf einiger Schritte und imkerliche Handgriffe.

 

2. Verfahren bei Segebergerbeuten aus Plastik (Schaumstoff)

Was wird gebraucht?

- natürlich eine Dadant-Beute für jedes umzusiedelne Volk

- ein Absperrgitter

- Dadant Brutraumrähmchen mit eingelöteten Mittelwänden, für den Anfang 5-6 Waben (nicht vergessen im Herbst braucht man natürlich Rähmchen um die zwölf voll zu machen. 

Durchführung:

Am Besten funktioniert dieses Verfahren im März, April. 

Die Dadant Beute nach Bruder Adam passt auf eine Segeberger Plastik Beute mit Falz. So wird jedem Segeberger Volk einfach ein Brutraum mit 5-6 eingelöteten Rähmchen aufgesetzt. Das Absperrgitter wird nicht zwischen den beiden Zargen gesetzt. Nun muss gewartet werden, bis dieser Raum von den Bienen angenommen wird. Einfach ist das, wenn Anstelle eines Honigraums, der dann abgeschleudert wird, der Brutraum aufgesetzt wird und noch etwas Tracht zu erwarten ist. So bauen die Bienen schnell die Mittelwände aus und lagern etwas Honig ein.

Nach einer oder maximal zwei Wochen kann nun der Brutraum des Dadant-Volks kontrolliert werden. Vielleicht ist die Königin schon in diesen Raum gezogen und hat Eier gelegt. Ist dies der Fall und die Königin läuft auf einer Wabe umher kann ein Absperrgitter zwischen Segeberger und Dadant-Zarge gelegt werden und die Beute verschlossen werden. Jede Woche kann nun kurz kontrolliert werden, ob die Königin etwas mehr Platz braucht und eine Wabe hinzugehängt werden.

Ist die Königin noch nicht im oberen Brutraum angekommen, aber die Waben sind schon einigermaßen ausgebaut, muss nun die Königin in der Segeberger Beute gesucht werden und in die Dadant-Beute gesetzt werden.. Das kann mitunter lange dauern.

Nach weiteren 24 Tagen sind alle Bienen aus den unteren Segeberger Zargen geschlüpft und meist sind die Waben komplett leer. So können sie entfernt werden und eingeschmolzen werden.

Vorteil dieser Methode:

- Weniger Arbeit wenn die Königin von alleine in den Brutraum zieht.

- Die Harmonie des Volks wird nicht beeinträchtig

- Honig kann von so einem Volk ohne Verluste gewonnen werden.

Nachteil:

- Funktioniert nur mit Segeberger Plastik Beuten.

- Nicht erfolgreich wenn eine Massentracht gleichzeitig eingesetzt hat, dann wird meist Honig eingelagert.

So ich hoffe, dass dies alles verständlich geschrieben wurde. Vielleicht hilft es ja einigen  Imkerinnen und Imkern ihre Deutsch-Normal Kisten endlich loszuwerden.

Dominik Maas

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